Diese Bewegung gibt es nicht nur in China. Laut der Food & Health Survey 4 2024 des International Food Information Council versuchen fast drei Viertel der Amerikaner, Zucker einzuschränken oder zu vermeiden, ein Trend, der stetig zunimmt. 60 % dieser Gruppe zielen speziell auf zugesetzten Zucker ab.
Allerdings bleibt die angeborene Vorliebe des Menschen für Süßes ein wesentlicher Faktor. Für Verbraucher, die ihren Zuckerkonsum nicht einschränken, ist die Liebe zum süßen Geschmack der Hauptgrund, den 33 % der amerikanischen Befragten in derselben Umfrage nannten.
Diese doppelte Nachfrage der Verbraucher – sowohl nach Gesundheit als auch nach Süße – hat den Aufstieg von Zuckerersatzstoffen beschleunigt. Verbraucher wünschen sich süße Geschmacksrichtungen ohne die damit verbundenen Kalorien. Eine Umfrage zum Bewusstsein chinesischer Verbraucher für Süßstoffe ergab, dass fast die Hälfte der Befragten glaubt, Zuckerersatzstoffe seien gesünder als Zucker, wobei über 60 % „gesünder“ als Hauptgrund für die Wahl zuckerfreier Produkte nannten. Dieses Umfeld schafft einen riesigen und wachsenden Markt für Zuckerersatzstoffe, sogenannte Süßstoffe.
Erythritol ist Marktführer, aber Allulose weist ein überlegenes Potenzial auf
Die Süßstofflandschaft ist vielfältig und umfasst sowohl synthetische (z. B. Saccharin, Cyclamat, Aspartam) als auch natürliche (z. B. Steviolglykoside, Mönchsfruchtextrakt) hochintensive Optionen sowie Massensüßstoffe (z. B. Xylit, Maltit, Erythrit, Allulose).
Derzeit ist Erythritol das dominierende Produkt auf dem chinesischen Süßstoffmarkt und wird im Jahr 2023 fast 80 % des Anteils ausmachen. Branchenexperten beobachten jedoch aufmerksam Allulose, das über eine Reihe vorteilhafter Eigenschaften verfügt, die es zu einem potenziellen Spitzenprodukt der nächsten Generation machen.
D-Allulose ist ein seltener Zucker, der natürlicherweise in geringen Mengen in Lebensmitteln wie Rosinen, Feigen, Kiwi und braunem Zucker vorkommt. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
Zuckerähnliche Eigenschaften: Es besitzt nahezu identische physikalische Eigenschaften wie Saccharose, einschließlich Geschmack, Volumen, Bräunungsfähigkeit (Maillard-Reaktion) und Gefrierpunkt, was es zu einem hervorragenden 1:1-Zuckerersatz macht.
Niedrigkalorienprofil: Es ist etwa 70 % so süß wie Saccharose, enthält aber nur minimale Kalorien (0,4 kcal/g gemäß FDA), was erhebliche gesundheitliche Vorteile bietet.
Verbesserte Verdauungstoleranz: Im Gegensatz zu vielen Zuckeralkoholen (z. B. Erythrit) wird Allulose von der Darmmikrobiota nur schlecht fermentiert, was bedeutet, dass es nicht die Verdauungsbeschwerden verursacht, die manchmal mit anderen Süßungsmitteln einhergehen.
Vielseitigkeit in Lebensmittelanwendungen: Aufgrund seiner Stabilität und Fähigkeit, an der Maillard-Reaktion teilzunehmen, eignet es sich besonders gut zum Backen und für andere hitzebehandelte Lebensmittel, da es eine gewünschte Bräunung und Textur erzeugt und gleichzeitig Antioxidantien erzeugt.
Weltweite behördliche Zulassungen ebnen den Weg für Marktwachstum
Allulose hat bereits behördliche Genehmigungen in wichtigen globalen Märkten erhalten und damit den Grundstein für eine neue Entwicklungsphase gelegt. Im Jahr 2019 hat die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) Allulose von den Angaben „zugesetzter Zucker“ und „Gesamtzucker“ in den Nährwerttafeln ausgeschlossen und ihren Kalorienwert auf 0,4 kcal/g festgelegt. Nach der Entscheidung der FDA hat Allulose in 14 Ländern die Zulassung erhalten, darunter Japan, Südkorea, Kanada und Australien. Während die Europäische Union Allulose noch nicht zugelassen hat, treibt eine Industrieallianz den Zulassungsprozess aktiv voran, wobei ein Markteintritt möglicherweise innerhalb von zwei bis drei Jahren möglich ist.
Ein Meilenstein für den chinesischen Markt ereignete sich im Juli 2025, als die Nationale Gesundheitskommission Chinas (NHC) D-Allulose offiziell als „neue Lebensmittelzutat“ zugelassen hat (Teil der Ankündigung „Drei neue Lebensmittel“). Die empfohlene maximale Tagesdosis liegt bei ≤20g.
Es wird erwartet, dass diese regulatorische Dynamik zu einer erheblichen Marktexpansion führen wird. Prognosen deuten darauf hin, dass der weltweite Allulosemarkt bis 2030 ein Volumen von 545 Millionen US-Dollar erreichen und von 2023 bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 17,8 % wachsen wird. Es wird erwartet, dass der chinesische Markt mit einem Volumen von 117,3 Millionen US-Dollar und einem Anteil von über 25 % am weltweiten Gesamtmarkt einen wesentlichen Beitrag leisten wird.
Mit seinen überlegenen funktionellen Eigenschaften und der wachsenden globalen regulatorischen Akzeptanz ist Allulose strategisch positioniert, um die steigende Verbrauchernachfrage nach gesunder, wohlschmeckender Süße zu erfüllen und eine neue Ära für die Süßstoffindustrie einzuläuten.
Quelle: Sina Finance News

